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29.10.2011-1.11.2011

Die letzten vier Tage haben wir Austauschschüler alle in einem Militärcamp verbracht!
Wir haben uns morgens an einem Treffpunkt mit Rotariern und anderen Teilnehmern getroffen, wurden kurz durchgecheckt und sind dann, natürlich mit einer Stunde Verspätung, aufgebrochen.
Wir waren ca. 120 Teilnehmer.
Jungs und Mädchen waren, für Indien mehr als nur selbstverständlich, voneinander getrennt.
Im Camp angekommen, sah man erstmal nur riesige Rasenflächen, kleine Wälder und es war einfach alles trocken.
Wir Jungs sind dann in unsere Herberge gegangen. 
Dort haben wir mit gut 40 Leuten in einem Raum geschlafen.
Die Betten waren Metallgestelle und auch die "Federung" war aus Metall.
Die Matratze war gute 5cm dick.
Es gab nur kaltes Wasser und die Bäder waren in einem weniger guten Zustand. 
Aber okay. Damit komme ich mittlerweile ohne Probleme zurecht und habe mich keinesfalls über fehlenden Luxus oder ähnliches aufgeregt! 
Es war einer der Momente, wo man feststellt, dass man sich im Auslandsjahr doch schon etwas verändert hat!
Die Mädchen waren in einer anderen Herberge untergebracht, welche sich aber auf dem selben Gelände befindet und nur ein drei minütiger Fußmarsch war.
In der Mitte, also zwischen unserer Herberge und der Herberge der Mädchen, war ein anderes, recht großes Gebäude, wo uns allen das Essen serviert wurde.
Das Essen war nicht wirklich gut und somit haben wir uns fast 4 Tage lang ausschließlich von Brot mit Butter und schlechter Marmelade ernährt. 
Unser Zeitplan war auch ziemlich strikt und vollgepackt mit jeglichen Aktivitäten.
 Morgens wurden wir um 5.30 eher weniger freundlich, also mit Gebrülle und Schlägen auf Metall aufgeweckt. 
Wir hatten dann gut 20 Minuten Zeit, um unseren Tee zu trinken, uns die Zähne zu putzen und uns umzuziehen.
Wenn hier erstmal die Sonne weg ist, was mittlerweile schon um 17.30 passiert, wird es langsam aber sicher ziemlich kalt und nachts hat man teilweise sogar weniger als 20° Celsius, bis dann morgens gegen 6 Uhr die Sonne wieder da ist.
Es war morgens also unangenehm kalt. Nachdem man sich dann etwas frisch gemacht hatte, haben sich erstmal alle 120 Leute zum Frühsport getroffen.
Natürlich waren Jungs und Mädchen getrennt und auch in verschiedene Altersklassen unterteilt. 
Es wurde sich also erstmal gedehnt, gestreckt und in den Himmel gelacht bis man einigermaßen wach war. Dann sind wir noch kurz joggen gegangen und man wurde wieder voneinander getrennt.
Es gab dann einen Gelände-Parkur, einen Pool, Reiten, Schießen und so weiter.
Nachdem man dann morgens zwei von diesen Aktivitäten hinter sich hatte, ging es zum Frühstück und danach durfte man dann endlich duschen. 
Natürlich in eiskaltem Wasser.
Danach ging es dann wieder weiter mit den Aktivitäten und jeden morgen gab es für gute eineinhalb Stunden eine Rede von irgendjemanden der uns etwas zum Thema Teamsport oder ähnliches beigebracht hat.
Dann hatten wir kurz Pause und es gab Mittagessen. Danach hatte man nochmals gute 45 Minuten Pause und dann ging es weiter mit den Aktivitäten und zwar in der Mittagshitze.
Die Hitze ist nur halb so wild, wenn man im Schatten steht. Wenn man aber in der Sonne sitzt oder liegt und schießen muss ist es schon weniger angenehm.
Aber auch das habe ich mit einigen Litern Wasser gut überlebt.
Als die Sonne dann endlich unterging war es auch wieder ganz angenehm.
Es gab dann kurz Tee und einen Keks, dann ging es nochmal raus um irgendetwas zu unternehmen und dann gab es auch schon wieder Abendessen, einen weiteren Vortrag und dann ging es um 10 Uhr tot müde ins Bett.
An einem Abend hatten wir noch ein Lagerfeuer, an einem anderen Abend gab es eine Nachtwanderung, in der Hoffnung, dass man keine Schlange antrifft und am letzten Abend hatten wir, bevor es nach Hause ging, noch eine Aufführung.
Alle Leute haben verschiedene Tänze aufgeführt und auch wir durften mal wieder ran ans Thema tanzen.
Diesmal war es eher eine Art HipHop und ist nicht wirklich gut gewesen.
Natürlich haben wir unseren Auftritt dann noch vermasselt, da wir auf einmal alle einen Tanzschritt vergessen haben, aber irgendwie haben wir es wieder auf die Reihe bekommen.
Danach kamen alle Teilnehmer nochmal auf die Bühne und wir haben alle zusammen nochmal unseren Tanz getanzt.
Die Aufführung war für die Eltern. Sie fand am Pool statt, der wirklich ziemlich schön war. 50 Meter Bahnen und relativ modern.
Die Bühne war auf der anderen Seite des Pools.
Ich habe dann bei dem letzten Tanz noch den Gedankenblitz gehabt, dass wir doch jetzt noch in den Pool springen könnten. Gesagt - Getan.
Wir sind also alle in voller Montur in den Pool gesprungen.
Wenigstens wir hatten damit unseren Spaß.
Dann mussten wir aber auch schnell wieder raus, da es wirklich kalt war und wir uns nochmal umziehen mussten.
Danach ging es nach Hause und dann ins Bett.
Es waren wirklich schöne vier Tage und wir haben viele neue Freunde gefunden.
Unsere Captain's die uns immer mehr oder weniger auf Hindi motiviert haben, waren auch wirklich nett zu uns!
Wenn man also mal über die Lebensumstände und all die Blasen an den Händen und Füßen hinwegsieht, welche man sich beim hochklettern von Seilen geholt hat, war es wirklich gut!
Ich hoffe wir können nochmal an so etwas teilnehmen!
Bis zum nächsten mal!

Felix


PS: Auch Handys ect. waren dort nicht erlaubt, was aber auch so ziemlich niemanden gestört hat.
Es waren also vier Tage, an denen man einfach auf jeglichen Luxus verzichtet hat!

2.11.11 07:57

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